Wie Trauer Menschen verändert. Pathologische Trauer, was kannst du dagegen tun?

Nicht verarbeitete Trauer

von | Mrz 26, 2023

Es ist so schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren oder einen anderweitigen  Verlust zu erleiden. Wenn du Trauer nicht verarbeitest, können Symptome nicht verarbeiteter Trauer auftreten. Dies kann auch dein Verhalten und deine Persönlichkeit verändern. Erfahre hier mehr:

Ist das denn noch normal?

Dumpf dringt diese Frage von Bärbel in dein Bewusstsein.

“Es muss doch mal irgendwann wieder gut sein!”

“Du kannst doch nicht ewig trauern!”

Hat sie vielleicht Recht? Trauerst du schon zu lange und nimmt deine Trauer bereits krankhafte Züge an?

Was ist denn normal in der Trauer?

Trauer verändert Menschen

Die erste Zeit in meiner Trauer haben mich vor mir selbst erschreckt: Ich bin zu einem völlig anderen Menschen geworden.

Probleme, mit denen sich alle anderen Menschen gerade beschäftigten und sie schier in die Weißglut trieben, waren mir plötzlich vollkommen egal.

Ich hatte keine Ohren mehr für anderer Leute Sorgen.

Mein Schmerz war mit den Geschichten der anderen einfach nicht vergleichbar.

Ich war ständig so müde und wollte nur noch meine Ruhe.

Trauer kann dich auf vielfältige Weise verändern. Wenn du einen geliebten Menschen verlierst oder eine schmerzhafte Erfahrung durchmachst, kann es schwierig sein, wieder in den normalen Alltag zurückzufinden. Du fühlst dich vielleicht distanziert von anderen Menschen oder hast Schwierigkeiten, dein Leben weiterzuführen, als wäre nichts passiert. Trauer kann auch dein Selbstbewusstsein und deine Motivation beeinträchtigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Veränderungen normal sind und dass du Zeit und Raum brauchst, um zu heilen. Indem du deine Gefühle akzeptierst und auf Unterstützung zurückgreifst, kannst du lernen, mit deiner Trauer umzugehen und langsam wieder zu einem Leben zurückzufinden, das für dich erfüllend ist.

Doch was passiert, wenn die Trauer “ungesund” wird?

Hat Bärbel vielleicht Recht?

Was sind die Symptome von nicht verarbeiteter Trauer?

Vergiss nicht: Trauer ist eine natürliche Reaktion auf einen Verlust oder eine schwere Veränderung im Leben und ist im Allgemeinen ein gesunder und notwendiger Prozess, um die Trauernden in die Lage zu versetzen, den Verlust zu akzeptieren und sich anzupassen.

Zugegeben, ich habe im Laufe meiner eigenen Trauer bizarre Wege gefunden, um mit seinem Schmerz umzugehen, auch wenn diese Wege manchmal recht unorthodox erscheinen mögen.

Please do not try at home:

Wenn alles gerade so unglaublich schmerzhaft ist, umso ungewöhnlicher ist die Art und Weise, wie du möglicherweise damit umgehst.

Ich verstehe nur zu gut, wie du dich gerade fühlst. Doch wenn es ungesund wird, sollte man mal vorsichtig aufhorchen.

Ab wann wird die Trauer krankhaft? – denn nichts anderes bedeutet das Wort “pathologisch”:

Hast du Symptome von nicht verarbeiteter Trauer?

Ich habe hier für dich einige Symptome gesammelt. Es ist recht hilfreich, ein Auge darauf zu behalten. Du weißt am besten, wann es “unnormal” für dich wird. Finde das gesunde Maß zwischen einem kritischen Umgang mit dir selbst und dem Moment, der Trauer ihren Lauf zu lassen.

Mit der Trauer ist es ein bisschen, wie mit dem Alkoholkonsum. Ich kann mich noch erinnern, dass wir in der 8. Klasse einen Vortrag darüber hatten, wann man das Potential zu einem Alkoholiker hat. Hier war die Rede von mindestens einem Glas Alkohol am Abend über einen langen Zeitraum. Na ich würde fast sagen, wenn es zur Routine wird. Wenn neben der Trauer nichts anderes mehr Raum hat. Wenn du dir das mal vor Augen hältst, weißt du ungefähr, wo ich mit meiner Ausführung hinmöchte.

Du musst wissen, pathologische Trauer geht über den normalen Trauerprozess hinaus und wird zu einem anhaltenden Zustand, der das tägliche Leben beeinträchtigt.

Hier findest du einige Anzeichen dafür, dass deine Trauer pathologisch sein könnte:

Es hört einfach nicht auf

Wenn deine Trauer über Monate oder sogar Jahre anhält und du keine Verbesserung des Zustandes spürst.

Ständige Gedanken an den Verlust

Du denkst ständig an deine verstorbene Person und das auch noch Monate und Jahre nach dem Tod. Du kannst dich schwer auf andere Dinge konzentrieren.

Intensive körperliche Symptome

Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder -Zunahme, Müdigkeit oder Schmerzen körperliche Symptome die auf nicht verarbeitete Trauer hinweisen können.

Soziale Isolation:

Wenn Trauernde sich von Freunden und Familie zurückziehen und soziale Aktivitäten vermeiden, kann dies ein Zeichen für pathologische Trauer sein.

Selbstzerstörerisches Verhalten:

Selbstzerstörerische Verhaltensweisen wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch, riskantes Verhalten oder Selbstverletzung sind auch ein wichtiger Indikator. Du denkst oft “was soll ich denn noch hier?” – ja, genau das.

Was kannst du selbst gegen pathologische Trauer tun?

Danke, dass du schon diesen Blogbeitrag liest und dich mit der Thematik beschäftigst.

Wahrscheinlich ahnst du schon in deinem Innersten, dass das, was du gerade fühlst, möglicherweise nicht ganz gesund ist. Du hast da noch Familie und Freunde, die dich vielleicht wieder haben wollen?

Hier findest du ein paar einfache Tipps, wie du deine Trauer besser verarbeiten kannst.

Tipps gegen nicht-verarbeitete Trauer

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Nimm dir Zeit: Trauer braucht Zeit und es ist wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, um sie zu verarbeiten. Erlaube dir, zu trauern und fühle deine Emotionen.

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Sprich darüber: Sprich mit Freunden oder Familienmitgliedern darüber, was du fühlst. Bitte sie, dir einfach nur ohne Wertung zuzuhören oder sich auszusprechen.

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Schreibe darüber: Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf. Es kann helfen, sie aufzuschreiben, um Klarheit zu bekommen und deine Gedanken zu sortieren. Vielleicht hilft ein Trauertagebuch?

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Achte auf deine Gesundheit: Achte auf eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige körperliche Aktivität. Es kann auch helfen, Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga auszuprobieren. Wie wäre es mit Seelensport?

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Gestalte ein Gedenken: Überlege, wie du dem Verlust gedenken kannst. Dies kann ein Ritual oder eine Gedenkstätte sein, die dir hilft, deinen Schmerz zu verarbeiten. Schau mal hier vorbei:

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Erwäge eine Veränderung: Manchmal kann eine Veränderung helfen, mit Trauer umzugehen. Du könntest einen neuen Job suchen, umgezogen oder eine neue Aktivität ausprobieren.

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