Hat Trauer etwas Positives? Kann man mit mehr Kraft aus einem Trauma kommen?

Posttraumatisches Wachstum

von | Dez 28, 2021

Was ist posttraumatisches Wachstum? Wie kann man den Tod oder ein anderes Trauma für das eigene Persönlichkeitswachstum nutzen? Wie kann ich eine Krise als Chance nutzen und am Ende ein erfülltes und endlich glückliches Leben gewinnen?

Letztes Jahr schaute ich völlig unbedarft die zweite Staffel von Star Trek Discovery und da sagt doch tatsächlich jemand zu Michael, sie solle sich um eine trauernde Person zu kümmern, denn sie würde sich ja schließlich mit posttraumatischen Wachstum auskennen.

Ich quieke auf und falle fast vor Schreck vom Sofa:

Was zur Hölle ist posttraumatisches Wachstum?

Sollte man tatsächliches etwas Positives aus der Trauer gewinnen? Ist es gar das, was ich bei mir ständig fühle? Denn viel zu genau beschrieb es meinen Bewusstseinszustand. Denn bis jetzt kannte ich lediglich posttraumatisches Belastungsstörung und als höchstes der Gefühle und im Idealfall die Resilienz als Antwort auf ein Trauma und keiner der beiden Schuhe passte mir. Ich war mittlerweile glücklicher und zufriedener als je zuvor, ich hatte keine Angst mehr und ich hatte die Liebe zu mir selbst das erste Mal in meinem Leben entdeckt.

Was ist ein Trauma?

Wiki sagt: In der Psychologie ist ein Trauma eine starke psychische Erschütterung. Das Erlebnis konnte nicht verarbeitet und integriert werden, da es diesen bestimmten Menschen überforderte. Dabei werden vorhandene Bewältigungsmöglichkeiten überschritten und Grundannahmen über sich und die Welt zerstört. Dies ist mit massivem psychischen und emotionalen Leid verbunden.

Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, eine traumatische Szene, der plötzliche Verlust der Sicherheit durch ein Scheitern ja sogar Corona kann ein Trauma verursachen.

Halten wir also fest: Posttraumatische Belastungsstörung ist bekannt, Resilienz mittlerweile auch, aber dieses posttraumatische Wachstum leider nicht.

Was ist dieses Posttraumatische Wachstum?

Erst seit den 90er Jahren des letzten Jahrtausends beschäftigt sich die Traumaforschung näher mit dem posttraumatischen Wachstum. Die Forscherteams stießen vermehrt auf Berichte, in denen die befragten Personen schilderten, dass die traumatische Erfahrung sie nicht nur viel gekostet, sondern auch bereichert hatte. Überlebende unterschiedlichster Ereignisse teilten die Wahrnehmung, dass sie durch die Auseinandersetzung mit dem Erlebten ein tieferes Verständnis von sich selbst und dem Leben im Ganzen gewonnen hatten.

Menschen mit posttraumatischem Wachstum erleben ein Upgrade in diesen fünf Punkten:

 

  • eine größere Wertschätzung des Lebens
  • tiefere soziale Bindungen
  • mehr persönliche Stärke und Resilienz
  • neue Prioritäten im Leben
  • ein erweiterter Sinn für Spiritualität

Dies kann ich persönlich nur bestätigen. Meine Veränderung stellt sich explizit so dar:

  • von der latenten Depression vor Steffens Tod hin zum jetzt schier grenzenlosem Glück
  • mehr tiefe echte Freundschaften, ein großer Pool aus echten Freunden
  • mich erschüttert kaum noch etwas
  • ich tue ausschließlich das, was mir gefällt und mich auch glücklich macht
  • keine Angst
  • Buddhismus und Hinduismus rettete mein Leben

Was hat das mit diesem Blog zu tun?

Und das ist übrigens der Grund, warum es auf diesem Blog so ruhig geworden ist. Ich habe gar nicht mehr so viel trauerbezogene Erlebnisse. Meine wichtigsten aktuellen Erkenntnisse teile ich gerne mit euch direkt über meinen Newsletter. Auch deswegen ziehe ich mich aus den sozialen Medien etwas mehr heraus. Es ist mir zu anstrengend und meine neues Leben nach dem Trauma zu schön.

Gerne möchte ich mich jetzt mehr meiner eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben und dem Zeichnen zuwenden und ich möchte mein Wissen gerne professionell an dich weitergeben.

Warum hört man nichts vom posttraumatischen Wachstum?

Mein persönliches subjektives Gefühl ist leider, dass wir alle eher über die traurigen und schlimmen und beängstigenden Erlebnisse reden aber nicht über positive Nachrichten und Erfolge. In einer Gesellschaft, wo ein Dasein als Opfer mehr unterstützt wird, als dass einer gefeiert wird, der es geschafft hat, ist posttraumatisches Wachstum eher eine Rarität.

Denn im Gegensatz zur Opferposition, in welcher man immer bleiben darf, gerne die Opfer-Karte zeigt und vom Gegenüber auch gerne bemitleidet wird, erfordert ein posttraumatisches Wachstum viel eigene Arbeit, Schmerz, Selbstreflektion und man wird am Ende auch noch skeptisch von Opfern beäugt.

Die Bereitschaft, sich selbst zu verändern, ist bei den meisten Menschen nicht stark ausgeprägt. Es ist immer viel einfacher, auf die Schuld der anderen hinzuweisen. Sich mit sich selbst zu beschäftigen, tut weh. Es wird Wunden aufreißen. Wenn du es nicht einmal mit dir selbst allein in einem Raum über Stunden aushältst, wirst du ein posttraumatisches Wachstum leider nicht erfahren. Sorry.

Kann ich es selbst erlernen?

Natürlich. Du kannst alles lernen. Ob Maschinenbau, WordPress, Chinesisch oder wie man Aktien handelt. Du hast ganz genau dasselbe Gehirn, wie jeder andere Mensch auch. Deine einzige Limitation bist du selbst. Deine Gedanken und Prägungen behindern dich. Alte Glaubenssätze halten dich zurück.

Ich helfe dir dabei!

Gerne kann ich mit dir meine Erfahrung teilen, denn ich habe nach Steffens Tod, nach all diesem Scheiß meines bisherigen Lebens selbst dieses posttraumatische Wachstum erfahren. Ich gehe nunmehr meinen Mitmenschen damit ständig auf den Keks, weil stets gut gelaunt und positiv bin. Ja ich weiß, jetzt auch dir :D. In den letzten zwei Jahren habe ich eine derartige Wandlung hingelegt, dass ich selbst manchmal mit dem Luft holen nicht hinterherkomme.

Gerne helfe ich auch dir bei diesem Wachstumssprung, denn du kannst das auch erfahren!

 

Was du mitbringen musst:

  • die Fähigkeit zu lernen
  • du musst alte Glaubenssätze über Bord werfen können
  • du wirst dorthin gehen, wo es richtig weh tut
  • schwarzen Humor akzeptieren, ohne Lachen geht es nicht

Du möchtest auch deine Power zurückerlangen? Hier kannst du einen regelmäßigen Impuls erhalten, der dich wieder zurück ins Leben bringt: