Alleinsein nach Verlust des Partners

Einsamkeit nach Tod des Partners

von | Jan. 13, 2023

Wenn die Liebe deines Lebens stirbt, fühlt es sich an, als hätte jemand den Stecker gezogen. Von einer Sekunde auf die andere ist da kein „Wir“ mehr, sondern nur noch ein riesiges, schwarzes Loch. Zurück bleibt diese bleierne Stille und die große Herausforderung, das allein leben als Witwe irgendwie zu meistern. Dieser Verlust reißt eine Wunde, die weit über das Herz hinausgeht – er verändert alles.

Was hilft wirklich gegen das Alleinsein in der Trauer und die lähmende Einsamkeit nach Tod des Partners? Wie schaffst du es, nicht in dieser Leere zu versinken?

Plötzlich allein: Frauen nach dem Tod des Partners

Im Februar 2019 brach meine Welt nicht nur zusammen, sie wurde förmlich pulverisiert. Mein geliebter Ehemann Steffen, der gleichzeitig mein Geschäftspartner war, starb völlig unerwartet. Wir dachten, er hätte seine Krebserkrankung besiegt. Doch dann kam der rezidive Leberkrebs – schnell, gnadenlos, final.

Wenn der Partner plötzlich verstorben ist, gibt es kein „Sich-Verabschieden“ im klassischen Sinne. Es gibt nur das Davor und das Danach. Innerhalb von Minuten war mein altes Leben Geschichte. Steffens Leben war beendet, und ich stand da – verwitwet und einsam, mit 41 Jahren, ohne Job (denn unser Catering-Unternehmen war unser gemeinsames Baby) und ohne Kompass.

Wie überlebt man so einen Schock? Wie schafft man es, nicht nur weiterzuexistieren, sondern das Leben vielleicht sogar wieder zum Besseren zu wenden? Ich sage dir heute: Es ist möglich. Aber der Weg dorthin führt mitten durch das Tal der Tränen.

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Deine brennenden Fragen: Tacheles über Trauer und Einsamkeit

Bevor wir tiefer in meine Geschichte eintauchen, möchte ich vier Fragen beantworten, die mir in meiner Community immer wieder gestellt werden. Fragen, die wehtun, aber die wir aussprechen müssen.

Kann Trauer Einsamkeit auslösen?

Absolut. Einsamkeit und Trauer sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist eine ganz spezifische Form der Einsamkeit. Du kannst in einem Raum voller Menschen stehen, die dich lieben, und dich trotzdem mutterseelenallein fühlen.

Warum? Weil der Mensch fehlt, bei dem du dich niemals erklären musstest. Die Person, die deinen Blick verstanden hat, bevor du ein Wort gesagt hast. Wenn dieser Verbündete deines alten Lebens über Nacht wegfällt, entsteht ein Vakuum, das sich durch nichts und niemanden sofort füllen lässt.

Trauer isoliert uns oft, weil wir das Gefühl haben, dass die „da draußen“ unser Leid gar nicht begreifen können.

Warum verliert man nach dem Tod eines Partners oft Freunde?

Das ist eines der schmerzhaftesten Themen. Man verliert nicht nur den Partner, sondern oft auch einen Teil des sozialen Netzes. Warum?

  • Überforderung: Viele Freunde wissen schlichtweg nicht, wie sie mit deiner Trauer umgehen sollen. Sie haben Angst, das Falsche zu sagen, und sagen dann lieber gar nichts mehr.

  • Spiegeleffekt: Dein Verlust erinnert sie an ihre eigene Sterblichkeit. Das ist unbequem.

  • Das „fünfte Rad“: In einer Gesellschaft von Paaren passen plötzlich allein Frauen nach dem Tod des Partners oft nicht mehr ins Schema. Trauertherapeuten wie Roland Kachler bestätigen, dass Männer oft eher bemitleidet und eingeladen werden, während Frauen häufiger einen sozialen Rückzug ihres Umfelds erleben.

Wie lange ist die Trauerzeit nach dem Tod des Partners?

Es gibt keinen Timer für Trauer. Vergiss Sätze wie: „Nach einem Jahr muss es doch mal gut sein.“ Experten raten zwar, sich mindestens ein volles Jahr Zeit zu geben, um alle „ersten Male“ (Geburtstage, Weihnachten, Jahrestage) zu durchleben. Aber Trauer verläuft in Wellen. Auch nach zwei oder drei Jahren kann dich eine Welle der Einsamkeit nach Tod des Partners eiskalt erwischen.

Sei geduldig mit dir. Trauer ist kein Projekt, das man „abarbeitet“.

Werde ich jemals wieder glücklich sein?

Ich verspreche dir: Ja. Aber es wird ein anderes Glück sein. Es ist nicht mehr das unbeschwerte Glück von früher. Es ist ein tieferes, bewussteres Glück, das den Schmerz als Teil der eigenen Geschichte akzeptiert.

Glück nach dem Tod des Mannes bedeutet nicht, dass man ihn vergisst. Es bedeutet, dass man lernt, das Leben wieder in die Hand zu nehmen – ohne Schuldgefühle.

Hallo, ich bin Dana,

seit 2019 lebte ich für drei Jahre allein als Witwe. Damals, mitten in meiner eigenen Trauer und Einsamkeit, habe ich diesen Danachblog ins Leben gerufen. Hier packe ich alle Themen an, die uns Trauernde beschäftigen, wenn wir unser neues, ungewolltes Leben irgendwie meistern müssen – gerade wenn man sich verwitwet und einsam fühlt.

Mittlerweile helfe ich tausenden Frauen mit meinen Impulsen, wieder Hoffnung und Zuversicht für ihr neues Leben zu finden. Mit meinem monatlichen Newsletter erreiche ich hunderte, mit TikTok tausende trauernde Menschen und schenke ihnen wieder Lichtblicke und Zuversicht. Die Einsamkeit nach Tod des Partners ist ein riesiges Thema, aber du musst da nicht allein durch. Ich kann auch dir mit meinen individuellen Angeboten helfen!

Dana vom Danachblog Trauerbegleitung für Unternehmer Stütze in deinem Business, wenn du deinen Partner verlierst

Wie es mir heute geht: Vom tiefen Loch zum Meerblick

Es ist Januar 2023. Ich stehe am Strand, die Sonne wärmt mein Gesicht und ich schaue auf das stürmische Meer. Wenn ich daran denke, dass ich exakt heute vor vier Jahren noch meinen letzten Urlaub mit Steffen verbracht habe, ist das unvorstellbar. Damals ahnte ich nicht, dass er nur einen Monat später sterben würde.

Kennst du diese Frage: „Wo siehst du dich in fünf Jahren?“ Früher hätte ich darauf eine Antwort gehabt. Heute lache ich nur noch darüber. Vor fünf Jahren war ich ein komplett anderer Mensch.

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Die Wesensveränderung nach Tod des Partners: Wer bin ich eigentlich ohne ihn?

Ein Thema, über das selten gesprochen wird, ist die Wesensveränderung nach Tod des Partners. In den ersten zwei Jahren nach Steffens Tod habe ich mich selbst kaum wiedererkannt. Trauer verändert dein Gehirn, deine Prioritäten und deinen Charakter. Mehr darüber erfährst du in diesem Blogartikel über die Phasen der Trauer und was sie mit uns Trauernden machen.

  • Der Überlebensmodus: Du funktionierst, aber dein innerer Kern ist wie eingefroren. Es fühlt sich an, als wäre da eine Schutzhülle um einen.

  • Neue Stärke: Plötzlich musst du Dinge regeln, die früher „er“ gemacht hat. Von der Steuererklärung bis zur kaputten Glühbirne. Das macht dich hart, aber auch unabhängig.

  • Andere Filter: Dinge, über die du dich früher aufgeregt hast, erscheinen dir heute lächerlich. Dein Humor wird vielleicht schwärzer, direkter.

Manchmal beobachte ich mich heute und sage: „Wer bist du eigentlich in den letzten Jahren geworden? Du gefällst mir!“ Ich bin nicht mehr die Dana von 2018. Ich bin die Dana, die durch das Feuer gegangen ist und jetzt am Meer steht.

Wo das Loch am tiefsten war – Der Moment, als mich die Einsamkeit packte

Es war April 2019, zwei Monate nach Steffens Tod. Die Beerdigung war vorbei – eine „rauschende“ Feier, so wie er es gewollt hätte. Während der Planung fühlte ich mich Steffen noch nah. Es war meine letzte Aufgabe für ihn.

Der schlimmste Moment war nicht der Tag des Todes. Es war auch nicht die Beerdigung. Es war der Tag danach. Die Planung der Abschiedsfeier hatte mir eine Aufgabe gegeben. Ich wollte für Steffen die beste Party organisieren, die möglich war. Ich fühlte mich ihm dabei magisch nah. Doch als der letzte Gast gegangen war, knallte die Realität mit voller Wucht zu.

Alle fuhren zurück in ihr Leben. In ihre Häuser. Zu ihren Partnern. Sie würden sich auf dem Heimweg austauschen, wie tapfer ich war. Und am nächsten Morgen würden sie aufstehen und ihr Leben ginge weiter. Nur ich saß da. Allein. Ohne Job, ohne Perspektive, eingemuckelt in Steffens alten Kapuzenpulli. In diesem Moment packte mich die Angst vor Einsamkeit nach Tod des Partners so fest, dass ich kaum atmen konnte.

Ich stand vor einer riesigen Wand. Ich wollte nur meine Ruhe haben, hatte gleichzeitig Existenzangst, aber eigentlich war mir alles egal. Ich habe kurzfristig in einer Küche gearbeitet, aber nie mehr mit Steffen zusammen kochen zu können, war wie ein Messer im Herzen. Ich hoffte jeden Abend, dass ich am nächsten Morgen einfach nicht mehr aufwachen würde. Dass Steffen mich abholt. Ich war des Lebens müde.

Fühlst du das gerade auch?

Falls ja: Ich habe einen minikleinen Workshop mit Fragen für dich vorbereitet. Er soll dir keine Standard-Antworten geben, sondern einen neuen Blickwinkel auf deine Einsamkeit eröffnen. Lade ihn dir hier kostenfrei herunter:

Online Seminar gegen Einsamikeit, hier zum gratis Download. Dein Webinar, Wege aus der Einsamkeit in der Trauer. Ein Workshop, der dir helfen kann

Der Kampf gegen die Leere

Da stand ich nun mit 41. Allein, verwitwet, antriebslos. Ich hatte Existenzangst und gleichzeitig war mir alles egal. Ich habe kurzfristig in einer Küche gearbeitet, aber ohne Steffen zu kochen, war furchtbar. Auf den Fahrten durch Brandenburg dachte ich oft: „Warum nicht einfach gegen den Baum fahren?“ Ich wollte mich nicht umbringen, aber ich wollte auch nicht mehr aufwachen.

Umzug nach Tod des Partners: Ein neuer Ort für eine neue Seele?

Oft fragen mich Frauen: „Soll ich hier wegziehen? Alles erinnert mich an ihn.“ Die Frage nach einem Umzug nach Tod des Partners ist heikel. In der ersten Schockphase (die ersten 6 Monate) solltest du keine lebensverändernden Entscheidungen treffen.

Dein Gehirn ist im Ausnahmezustand. Später jedoch kann ein Umzug ein echter Befreiungsschlag sein. Ich lebe heute auf Zypern. Am Meer. Hätte ich meine Trauerbewältigung auch so gut in unserer alten Wohnung in Berlin geschafft? Vielleicht. Aber die neuen Wände, die neue Umgebung, in der mich nichts an unser gemeinsames Leben erinnert, 320 Tage Sonnenschein und das Meer nur zehn Minuten entfernt, haben mir geholfen, mich neu zu erfinden.

Ein neuer Ort kann ein Anker für dein neues Ich sein.

Was tun gegen Einsamkeit nach Tod des Partners? Meine 5 Mini-Ideen

Wenn die zentrale Säule deines Lebens wegbricht, fällst du. Das ist Physik. Aber du kannst lernen, ein neues Fundament zu bauen. Hier sind meine praxiserprobten Tipps für dich:

  1. Reich als Erste die Hand: So schwer es fällt – geh auf Leute zu. Freunde sind oft unsicher. Ein Satz wie: „Ich bin gerade einsam, hättest du Zeit für einen Spaziergang?“ bricht das Eis.

  2. Schreiben ist Therapie: Alle Gedanken, die in deinem Kopf wie in einem Schnellkochtopf brodeln, müssen raus. Schreib sie auf. Dafür habe ich spezielle Trauertagebücher entwickelt – sie sind wie ein Ventil für den Druck.

  3. Such dir deine neue „Gang“: Gespräche mit anderen Betroffenen sind Gold wert. In meiner Online-Community merkst du sofort: Du bist nicht verrückt. Deine Gefühle sind „normal“.

  4. Validierung: Du bist okay, so wie du bist. Deine Unbelastbarkeit, deine Wut, deine Tränen – alles darf sein. Eine Gruppe Gleichgesinnter gibt dir die Validierung, die du im Alleinleben als Witwe oft vermisst.

  5. Ein neuer Sinn (egal wie klein): Wenn die Liebe deines Lebens geht, fällt dein Sinn ins Bodenlose. Such dir eine Beschäftigung. Finde heraus, was dein Horoskop noch für dich in Petto hat. Es muss nicht gleich ein neues Business sein. Katzen im Tierheim Märchen vorlesen, Gärtnern, Malen – alles, was dir einen Grund gibt, morgens aufzustehen, ist ein Anker gegen die Angst vor Einsamkeit nach Tod des Partners.

Das war die schlimmste Erkenntnis in meiner Trauer, wenn die Liebe deines Lebens stirbt

Ich war so allein, wie ein Mensch nur allein sein kann. Wenn der Partner stirbt, ist die Person, mit der man sich über alles austauschen konnte, einfach weg. Wenn die Liebe deines Lebens stirbt, bleibt diese Lücke. Der geliebte Partner ist tot.

Das war rückblickende der schlimmste Moment in meiner Trauerphase. Die pure Einsamkeit nach Tod des Partners.

Ich verlor mich in endlosen Selbstgesprächen, denn die Antwort dieses Menschen, der mir so wichtig war, blieb aus.

Einsamkeit als Witwe

Berührungen – wie sehr ich sie vermisste. In meiner Traurigkeit einfach mal in den Arm genommen zu werden.

Beim Einschlafen fantasierte ich mir den breiten Rücken meines verstorbenen Partners herbei. Ich griff ins Leere, dort wo seine Schulter hätte sein sollen. Was passiert eigentlich mit der Sexualität in der Trauer? Man ist doch noch jung? Hier geht es zum Blogbeitrag.

Ich zerstob sein Parfüm in meiner Kopfhöhe, nur um ein Gefühl von seiner Präsenz zu bekommen. In Verbindung mit dem Kaffeegeruch aus der Küche ließ sich olfaktorisch eine Erinnerung an eine vergangene perfekte Zeit heraufbeschwören, die mich in Tränen ausbrechen ließen.

Der Schmerz in mir war kaum auszuhalten. Diese quälende Einsamkeit nach Tod des Partners war überall. Ganz allein. Am schlimmsten war es abends, wenn irgendein Tagwerk erledigt war. Ich gebe offen zu, die ein oder andere Flasche Rotwein half mir in dieser Anfangszeit.

Bei Treffen mit Freunden war ich stets tapfer, ich gab die starke Dana. Niemand sollte sich in meiner Gegenwart unwohl fühlen. Wollte ich doch nicht noch mehr Menschen verlieren. Mein schwarzer Humor half mir und auch den anderen, mit mir umzugehen. War doch die ganze Situation schon bizarr:

Einer ihrer besten Freunde war plötzlich gestorben, ein geliebter Mensch. Jeder wollte der Witwe irgendwie helfen. Aber wie hilft man jemandem, der sich so verwitwet und einsam fühlt? Doch mein Schmerz war für die Angehörigen unvorstellbar und keiner wusste, wie er mit mir umgehen sollte. Konnte sich doch keiner vorstellen, wie es mir im Innersten erging.

 

Nur mit Hilfe aus dem Tief

Meine Chefin, meine einzige Verbündete in meinem neuen Job, sagte: “geh zum Arzt, du hast mindestens Burnout”.

Die Hausärztin sagte: “Du brauchst professionelle Hilfe!”

Diese beiden Menschen haben mir den Schubs in die richtige Richtung gegeben.

Parallel fand ich auf Instagram Verbündete, die dasselbe wie ich fühlten und ausdrückten.

Leider nur auf englisch und in Amerika.

Und ich verstand langsam: Alles was ich in diesem Moment fühlte und wie es mir gerade ging, all das war vollkommen ok. Absolut normal.

Ich brauchte Menschen um mich herum, die nicht sofort in Schockstarre oder Ignoranz erstarrten, wenn ich erzählte, wer ich bin und was mir passiert ist.

Ich brauchte ein sicheres soziales Netz aus Menschen um mich herum, die:

  • mich nicht werten
  • jede meiner Entscheidungen akzeptieren
  • mich nicht bemitleideten
  • mir zuhörten

Und diese Menschen fand ich in

  • meiner Psychotherapeutin
  • meinen besten Freunden und der engsten Familie
  • Instagram – anderen trauernden Frauen
Fünf Tipps nach Verlust des Partners gegen Einsamkeit

Was tun gegen Einsamkeit nach Tod des Partners?

Wenn sich das ganze Leben auf eine Person gestützt hat und diese Säule dann wegbricht, fällt man in ein tiefes Loch. Denn egal wie reflektiert und emanzipiert man ist: mit der Liebe zu einer Person neigen wir dazu, alles zu tun, dass sich die andere Person wohl fühlt.

Und wenn diese Person wegbricht, verlieren wir unseren Lebensinhalt. Unseren Sinn. Wir fühlen uns einsam und allein. Also müssen wir einen neuen Sinn im Leben finden und das ist oft leichter gesagt als getan.

Zum Aufbau eines neuen Lebens braucht es ein stabiles Fundament und das geht nur mit innerer Stabilität

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19 Kommentare

  1. Alles ist genaus so.. Die Welt ist nicht mehr so wie sie vorher war. Die Einsamkeit bringt. mich um. Ich. habe wirklich keinen Menschen mehr, dem ich wichtig bin.
    Ich versuche, Kontakte zu finden und alte Freunde wieder um Hilfe zu bitten. Vergeblich.

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    • Vielen Dank Dana,
      Tag 5 nach dem unerwarteten Tod meines Liebsten – 16 Jahre, nicht verheiratet – gute Denkanstöße und vielleicht melde ich mich mal.
      LG Steffi

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      • Mein herzliches Beileid, ganz viel Kraft dir. Komm gerne immer wieder auf diese Website zurück! Lieb, Dana

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      • Ab 13. Mai ist mein Mann verstorben, versuche mein Leben in den Griff zu bekommen. Aber wie schafft man das? Wir waren seit 11.11.1972 ein paar.

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        • Liebe Brigitte, es tut mir so leid. Das ist doch alles noch so frisch. Du machst das schon so toll. Aber sowas braucht Zeit. Lies dich durch den Blog, abonniere den Newsletter. Das hilft fürs erste. Alles Liebe, Dana

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    • Seit dem plötzlichen Tod meines Mannes am 22.06.2023 bin ich völlig allein. OK ich habe noch Kusinen und Bekannte. Aber die haben alle ihr eigenes Leben und Probleme und vor allem ihre Kinder.
      Mit meinem Mann habe ich auch meine Vertrauensperson, meinen Kumpel und Seelenverwandten verloren. Wir hatten nur uns und ergänzten uns gegenseitig.
      Nun bin ich allein, richtig im Herzen trägt mich Keiner mehr. Keiner drückt mich, Keiner ruft mich bei meinem Kosenamen. Ich habe neben Trauer und Vermissen auch noch Zukunftsangst. Was wenn????
      Als meine Mum zum Pflegefall wurde hab ich gesehen was in den Heimen los ist…. und ich rede hier von den sogenannten „gehobenen“. Ich habe für meine Mutter gekämpft, dass die Dinge halbwegs im Rahmen blieben. Aber wer wird für mich kämpfen…? Keiner. Und was mit den Einsamen passiert ist nicht schön…. Mit Medis zugedrönt geben sie Ruhe 🥲
      Maddy Poeckes-Kugener

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      • Liebe Maddy, mein herzliches Beileid. Ich kann deinen Schmerz sehr gut nachvollziehen. Aber es ist noch ein Weilchen, bis du ins Heim kommst, oder? Da ist ja noch ein bisschen Zeit dazwischen und die darfst du auffüllen mit Dingen, die dir Spaß machen könnten. Doch die gilt es herauszufinden. Du weißt, dass die Dinge anders kommen, als geplant. Leider weißt du das viel zu gut. Vergiss nicht, du trägst die Liebe deines Mannes in dir, vielleicht ist das eine gute Starthilfe, um anzufangen, dich selbst zu lieben? Ich weiß, das fällt uns Mädels sauschwer, aber glaub mir, es ist möglich. Und dann wirst du einen guten Weg für dich finden. Aber noch nicht heute. Heute scheint die Sonne für dich. Alles Liebe für dich, Dana

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    • Liebe Birgit,
      Ich bin jetzt seit einem Jahr Witwe nach 40 Jahren Ehe. Mir geht es genauso. Ich tue viel für mich. Ich bin ziemlich aktiv, obwohl ich schon 74 Jahre bin. Ich reise, ich schreibe, ich mach Seniorenveranstaltungen. Du siehst, ich tue alles, von meiner Trauer zu begegnen. Aber das nützt nichts, gegen das tiefe Gefühl von Verlassenheit. Der Mensch, mit dem ich alle meine Gedanken und Gefühle geteilt habe, ist nicht mehr. Ich habe Familie und Enkel, aber die sind alle mit ihrem Leben beschäftigt. Ich verstehe das. Ich habe versucht Freundschaften zu schließen, aber letztlich habe ich nirgendwo das Gefühl, mit all meiner Not gehört und gesehen zu werden. Ich bin inzwischen auch bei der Trauerbegleitung das tut gut und ich habe einen Therapeuten, mit dem ich über meine tiefsten Schmerzen sprechen kann. Ansonsten versuche ich mich stark zu geben, ich will niemanden zu Last fallen. Ich bin mein ganzes Leben lang eine taffe Frau gewesen. Es fällt mir schwer, mich jetzt in meine Hilfsbedürftigkeit zu zeigen. Ich fürchte Ablehnung, danke, dass ich meine Gedanken mit dir teilen konnte. Alles Liebe dir und bleib auf dem Weg zu dir selbst, auch wenn er schwer ist herzlichst Gisela.

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      • Liebe Gisela,
        Danke für deine lieben und kostbaren Zeilen. Du machst alles richtig, du nimmst alle Hilfe an, die geht. Und vergiss nicht, ein Jahr ist so frisch. Auch wenn alle suggerieren, dass es dann schlagartig besser wird… doch da ist dein wichtigster Mensch gestorben. Dein Ankerpunkt der letzten 40 Jahre. Das wischt man nicht so einfach vom Tisch. Ich verspreche dir, es wird besser werden. Du tust alles dafür. Es wird aber noch ein bisschen dauern.
        Ganz liebe Grüße und einen Drücker, Dana

        Antworten
  2. Liebe Dana,vor 13 Tagen ist mein Herzensmensch plötzlich durch eine Lungenembolie verstorben.Am Dienstag ist die Beisetzung und ich weiß nicht,wie ich danach weitermachen soll. Liebe Grüße,Maxi

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    • Oh, du liebe Maxi, wie furchtbar und so frisch! Ich schicke dir ganz viel Kraft. Abonniere noch schnell den Newsletter: https://www.danaheidrich.com/newsletter damit du am Montag schon einen ersten kraftgebenden Gedanken bekommst. Alles erdenklich Liebe für dich! Dana

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  3. Leider ist diese Trauer-Community nur für Frauen. Ich bin 58 Jahre, männlich und habe vor 3 Monaten meine liebe Ehefrau plötzlich vollkommen unerwartet verloren (wir waren 30 Jahre verheiratet ).

    Alles was ich auf dieser Website lesen konnte, trifft leider auch auf mich zu, wobei ich bisher den unendlich tiefen Schmerz nicht überwinden konnte. Da ich ohne Familie bin, versuche ich mich vor allem mit viel Arbeit abzulenken. LG René

    Antworten
    • Lieber René, ich sende dir mein tiefes Mitgefühl, das ist alles noch so frisch bei dir. Wenn du mal sprechen willst, schau gerne hier vorbei: https://www.danaheidrich.com/maennertrauer/ oder melde dich für meinen Newsletter an. Auch wenn es für Frauen formuliert ist, bieten diese doch positive Gedankenansätze. Wenn genügend Männer zusammen kommen, versuche ich noch mal einen zweiten Anlauf für einen gemeinsamen Call mit anderen interessierten Männern (leider gibt es da noch zu wenige). Ich schicke dir ganz viel Kraft! Alles Liebe, Dana

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  4. Mein lieber Mann ( 71) ist kurz nach unserem 45. Hochzeitstag am 3.8.24 mit akutem Lungenversagen in unserer Küche verstorben. Seitdem fühle ich (67) mich wie amputiert. Trotz viel Treffen mit der großen Familie und Freunden, erdrückt mich die Stille zuhause. Denn NIEMAND kann den geliebten und vertrauten Partner ersetzen.😥

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    • Mein tiefes Mitgefühl, liebe Heike. Du hast Recht, Menschen sind einfach nicht zu ersetzen. Ich sende dir ganz viel Kraft! Abonniere den Newsletter, der hilft! Lieb, Dana

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  5. Allerseits,

    es wird nur von Witwen gesprochen.

    was macht denn der Wirwer, wenn man alles nicht hat.
    Weder Bekannte, Verwandte, soz. Kontakte, Kinder usw.

    Ja, gute Frage,
    auf die wohl niemand eine Antwort hat.

    Ich lebe nur noch in Selbstzweifeln.

    Jaoe

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  6. Wo soll ich nur anfangen?
    Am 07.07.2024 hatte mein irischer Lebensgefaehrte, (nicht verheiratet), von 27 Jahren einen Herzstillstand auf Arbeit. Dies wurde mir von der englischen Polizei per Anruf mitgeteilt, da wir zu dieser Zeit noch in England lebten.
    Mein Partner, Jimmy, wurde fuer 27 Minuten wiederbelebt und im Krankenhaus wurde ein Schant gelegt. Er war in einem kuenstlichen Koma, aus dem er nie wieder erwachen sollte.
    14 Tage in der Intensivstation des ersten Krankenhauses, dann Verlegung in das naechste Krankenhaus in unserer Naehe. Es war eine hoellische Achterbahnfahrt, mit Hoffnung von einem Arzt, zerstoert von dem naechste Arzt am Folgetag. Jeden Tag bin ich frueh mit dem Zug ins Krankenhaus und am Abend wieder zurueck.
    Ich war ganz allein, keine Famile, da Alle im Ausland lebten. Konnte also nur WhatsApp nutzen.

    Wir hatten eine kleine Firma zusammen, mein Partner hatte mich darin angestellt. Da er im Koma lag, konnte er nicht arbeiten und meine Arbeit als Sekretaerin war auch nicht mehr noetig.Ich hatte also auch mein Einkommen von einem Tag auf den anderen verloren.
    Hilfe kam von meiner Tochter. Sie schickte Geld, damit ich Miete, Strom, Gas und alle anderen wichtigen Rechnungen bezahlen konnte.
    Von Jimmys Famile hoerte ich nur: „Wie kannst du ueber Geld reden, du solltest jetzt traurig sein.“
    Traurig sein? Ich war traurig, aber das ist ein zu schwaches Wort um mein Gefuehl auszudruecken. In meiner Trauer war auch ein Grossteil Zorn, Unverstaendniss und Hilflosigkeit. Ich fuehlte mich zerbrochen und wollte nicht mehr leben. Wenn unsere Freunde nicht so fuer mich da gewesen waeren, dann wuerde ich wahrscheinlich nicht hier sitzen und schreiben.
    Da wir nicht verheiratet waren, waren meine Haende gebunden. Ich musste auf das Eintreffen seiner Familie aus Irland warten, um Entscheidungen mit den Aerzten treffen zu koennen.

    Nach langem Kampf, starb Jimmy am 13.08.2024.

    Nur seine Tochter oder sein Bruder konnten Papiere ausfuellen, den Totenschein abholen und die Beerdigung in Irland in Gang setzen. Alle kamen zu mir, da ich die Einzige war, die alle seine Papiere hatte, aber ich war ja die NON-BLOOD ONE, so immer ausgeschlossen von wichtigen Entscheidungen.

    Ich hatte keine Zeit zum Trauern, da ich mich um die Abwicklung der Firma und die Aufloesung unseres gemeinsamen Haushalts kuemmern musste. Ich hatte einen Umzug nach Deutschland zu organisieren. Da ich fast mittellos war, konnte ich nur sehr wichtige Andenken und Bilder packen, der Rest war Schuhe und Sachen.
    Mit meinem Vermieter habe ich mich wochenlang herumgestritten, da er mich nicht aus dem Mietvertrag lassen wollte. Behoerdengaenge waren erfolglos, wie gesagt, wir waren nicht verheiratet, somit Null Anrecht auf Irgendwas.

    Am 02.09.24 war die Beerdigung in Irland. Es war wie ein Albtraum. Als der Sarg heruntergelassen wurde, zersprang mein Herz in Millionenstuecke. Es war das Ende. Kein Lachen mehr von Jimmy, kein fluchen ueber sein Fussballteam, keine Umarmung, kein Kuss, kein „Hello, I am home in one piece“. Ich war zerbrochen. Um mich herum nur Leere und Einsamkeit.
    Irgendwie habe ich es ueberstanden und bin Mitte September zu meiner Tochter geflogen. Fuer 2 Wochen, nur um mal durchzuatmen, dann weiter nach Deutschland, wo ich Familie habe.
    Hier musste ich mich durch den Behoerdendschungel kaempfen, ich hatte mit Jimmy 13 Jahre in Irland gelebt und wir sind dann nach England gezogen.
    Da ich von England kam, waren meine Versicherungsrechte in Deutschland verloren gegangen durch Brexit. Es hat 5 Wochen gedauert, bis ich eine Krankenversicherung hatte.
    Mein Sohn hatte mich aufgenommen, aber mit 40 brauchte er seine Privatsphaere. Habe also so schnell wie moeglich eine Wohnumg gesucht. Nicht einfach mit nur 740 Euro Rente im Monat.
    Habe es mit Hilfe meiner grosszuegigen Tochter geschafft. Ohne sie waere ich auf der Strasse. Sie hat mir ihre ganzen Ersparnisse gegeben.
    Nun bin ich wieder in meiner alten Heimatstadt, aber irgendwie nicht zu Hause. Es fehlt die Seele, es fehlt die Liebe meines Lebens
    Ich zeige eine starke Frau an der Aussenseite, abe wenn ich allein bin, koennte ich mich zusammengekruemmt in eine Ecke legen, wie ein verwundetes Tier..
    Ich heisse Sabine und bin 66 Jahre alt.

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